Behandlungsschwerpunkte
Nicht immer lassen sich Belastungen sofort klar benennen. Oft zeigt sich zunächst nur das Gefühl, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Manche Menschen finden den Weg in eine Psychotherapie in dem Moment, wenn Sie in einer schwierigen Situation, Lebenskrise oder Umbruchphase sind. Andere fühlen schon länger Ängste, Selbstzweifel oder Traurigkeit. Oder sie funktionieren nach außen, fühlen sich innerlich aber leer und erschöpft, kämpfen vielleicht sogar mit körperlichen Beschwerden. Auch sich immer wiederholende Beziehungserfahrungen oder Konflikte können Anlass sein, sich Unterstützung zu suchen. Ebenso wie die Entscheidung, eine sehr belastende Erfahrung zu verarbeiten.
Wenn Sie zu mir in die Praxis kommen, müssen Sie nicht wissen, welche Diagnose vorliegt oder ob Psychotherapie indiziert ist. Es ist Teil des psychotherapeutischen Prozesses, gemeinsam zu erkunden, was Sie zu mir führt. Die diagnostische Abklärung und die Einschätzung eines möglichen Behandlungsbedarfs erfolgt im Rahmen der ersten Sitzungen vor der Aufnahme einer Psychotherapie.
Meine Arbeitsweise
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Meine Arbeit ist tiefenpsychologisch fundiert. Gemeinsam möchte ich mit Ihnen aktuelle Belastungen und Herausforderungen vor dem Hintergrund biografischer Erfahrungen, innerer – oftmals unbewusster – Konflikte und verinnerlichter Beziehungsmuster verstehen, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
“Der Blick auf das Erleben in der Gegenwart und die Erfahrungen in den aktuellen Beziehungen stehen genauso im Fokus der Therapie wie die biografische Arbeit.”
Eine nachhaltige Bearbeitung tief verankerter Muster und ein tieferes Verständnis der eigenen Lebensgeschichte sind zentrale Therapieziele psychodynamischer Verfahren, zu denen die wissenschaftlich anerkannten Verfahren der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und die Psychoanalyse, zählen.
Durch ein vertieftes Verständnis des eigenen Geworden-Seins und das Bewusstwerden heutiger Erlebens- und Handlungsmuster kann Raum für neue Erfahrungen, mehr inneren Handlungsspielraum und einen wertschätzenderen Umgang mit sich selbst entstehen. Ziel der Therapie ist es, die tieferliegenden Ursachen der Symptome zu erkennen und langfristig neue Wege zu finden, sie zu lösen oder um besser mit ihnen umzugehen.
„Ziel einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist nicht die schnelle Optimierung, sondern ein vertieftes Verstehen hin zu mehr Handlungsspielraum.“
Ich arbeite methodenintegrativ. Insbesondere achtsamkeitsbasierte Interventionen ergänzen meinen psychodynamischen Blick. Gleichzeitig bleibt die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie meine fachliche Grundlage sowie die wissenschaftliche Fundierung meiner Arbeit zentraler Anspruch.Ich glaube nicht, dass alle Menschen das Gleiche brauchen. Deshalb verstehe ich therapeutische Arbeit immer auch als individuelle Begegnung.
Meine therapeutische Haltung
Meine therapeutische Haltung ist geprägt von Wertschätzung, Mitgefühl, Offenheit und Präsenz sowie dem Vertrauen in die menschliche Fähigkeit zur Entwicklung. Ich verstehe mich als Begleiter auf Ihrem persönlichen Weg. Gemeinsam machen wir uns daran, Ihre Geschichte besser zu verstehen. Ich beobachte, frage, stelle Ihnen meine Wahrnehmungen zur Verfügung. Auf diese Weise kann ein vertieftes Verständnis für sich selbst entstehen, Sie können vorhandene Ressourcen und Entwicklungspotenziale entdecken, zugänglich machen und stärken.
Dabei geht es nicht um Selbstoptimierung, wie sie uns in unserer spätmodernen Leistungsgesellschaft häufig begegnet. Aus meinem Verständnis ist der Mensch kein Projekt, das fortwährend verbessert werden muss, um zufrieden oder erfüllt leben zu können.
Psychotherapie bedeutet für mich, einen Raum zu schaffen, in dem Sie mehr mit sich selbst in Kontakt kommen können — mit dem, was vielleicht lange keinen Ausdruck finden konnte und dennoch bereits in Ihnen angelegt ist und gelebt werden möchte. Hierin liegt die Form von Wachstum und Selbstverwirklichung, die als stimmig erlebt werden kann.
„Der Mensch ist immer mehr, als er von sich weiß.
Er ist nicht, was er ein für alle Mal ist, sondern er ist Weg.“
— Karl Jaspers